Am 5.Mai 2015 wurde im Berliner Rathaus in einem Festakt zum ersten Mal der Europapreis "Blauer Bär" vom Land Berlin und der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland verliehen.

Unser Vereinsvorsitzender, Werner Laube, wurde für den "Blauen Bären 2015" nominiert, als ein Zeichen der Wertschätzung und Anerkennung seiner langjährigen ehrenamtlichen Tätigkeit, mit der er einen aktiven Beitrag zur europäischen Integration leistet.

Herzlichen Glückwunsch, Werner!
Werner Laube wurde vom Bezirksamt Treptow-Köpenick nominiert und  seine Verdienste wurden im folgenden Porträt geschildert:

"Werner Laube, geboren 1944, ist ein Künstler, der sich seit vielen Jahren kreativ, einfühlsam und voller Überzeugung für die Völkerverständigung einsetzt. Die Kunst ist dabei das Mittel der Wahl, mit der er Grenzen überwindet und festgelegt auf ein bestimmtes Land ist er dabei nicht. Werner Laube gehörte nach der Wende zu den Gründungsmitgliedern des Kunstvereins Treptow e.V., ist seit mehreren Jahren dessen Vorsitzender und engagiert sich dort immer noch ehrenamtlich in herausragender Weise. In den 90-er Jahren des letzten Jahrhunderts machte er nach einer privaten Reise nach Italien die Ereignisse in der Villa Rossi in Albinea der Öffentlichkeit und bei den politisch Verantwortlichen im Bezirk bekannt, was 1997/1998 zum Abschluss der Städtepartnerschaftsvereinbarung zwischen der norditalienischen Stadt Albinea und dem damaligen Bezirk Treptow führte.
Werner Laube - ohne dessen Initiative diese Städtepartnerschaft nicht zustande gekommen wäre. Mit Gründung dieser Städtepartnerschaft initiierte er einen regen Austausch zwischen dem Kunstverein Treptow in Kooperation mit dem RatzFatz und dem Kunstverein in Reggio Emilia. Wechselseitige Kunstausstellungen italienischer und deutscher Künstler/innen in Albinea und in Treptow- Köpenick geben einen lebendigen Ausdruck von diesen Aktivitäten. Im Jahr 2004 kamen dann Beziehungen zur Gemeinde Słonsk in Westpolen dazu, die auch hier wieder in der Offenheit, Neugier und der Eigeninitiative von Werner Laube ihren Ursprung haben. Gemeinsame Pleinairs von polnischen und deutschen Künstler/innen wurden von ihm mitorganisiert und durchgeführt.
Die eindrucksvollen Arbeiten wurden dann in Kunstausstellungen präsentiert und beispielsweise durch die Polnische Botschaft begleitet. Doch damit nicht genug. Auch für die deutsch-französische Verständigung mithilfe der Kunst engagiert sich Werner Laube in herausragender Weise durch die von ihm durchgeführten Kunstaustausche, die dann sogar in einen deutsch-französisch-polnischen Austausch mündeten. Nach der Teilnahme von acht polnischen Maler/innen am Kunstsalon 2013 in Méréville, beteiligten sich 2014 erstmals zwei französischen Künstlerinnen am Pleinair in Słońsk.
Die Vernissage fand dann im polnisch-deutschen Begegnungszentrum der Johanniter in Sulęcin im Januar 2015 statt. Welche hohen Verdienste um die deutsch-polnische Völkerverständigung sich Werner Laube erworben hat, lässt sich nicht zuletzt daran erkennen, dass er persönlich als Vertreter aus Treptow-Köpenick vom Bürgermeister in Słonsk zu den Gedenkfeierlichkeiten am Holocaust-Gedenktag am 27.01.2015 in das ehemalige KZ Sonnenburg eingeladen wurde.
Darüber hinaus engagiert sich Werber Laube in der AG Stäpa Treptow-Köpenick – Cajamarca. Im Jahr 2008 nahm er an einer Reise mit der damaligen Bezirksbürgermeisterin in der nordperuanischen Partnerstadt von Treptow-Köpenick teil. Die Fotoausstellung „Menschen in Cajamarca – so fern und doch so nah“ in der Volkshochschule in Baumschulenweg zeigt noch bis Mitte April 2015, wie sehr ihn das Land und seine Menschen in seinen Bann gezogen haben. Werner Laube ist ein Menschenfreund, er interessiert sich für das, was die Menschen denken, fühlen und wie sie leben. Er nimmt sie ernst. Und das spüren die Menschen aus anderen Ländern und deshalb gelingt es ihm so einfach, Kontakt zu den Menschen aufzubauen.
Dabei ist er in seiner bescheidenen Art einer jener Menschen, die sich nie in die erste Reihe drängeln und auf ihre kontinuierliche, stille Art mehr für die Überwindung von Vorurteilen und Stereoptypen und für ein positives Bild der Deutschen in Europa und darüber hinaus, tun, als manch anderer."

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